Beine
Bindegewebsschwäche, Bewegungsmangel und Übergewicht verändern die Venen gefährlich. Krampfadern entstehen und Gewebe kann absterben.
Ultraschallgerät
Dicke, schmerzende Beine, Besenreiser und Krampfadern sind typische Zeichen für Venenprobleme. Mit Ultraschall erkennt der Arzt, was die Ursache ist.
Kastanien
Schwache Venen kann man stärken – von innen und außen, mit Heilpflanzen, Enzymen, Wasseranwendungen und speziellen Druckverbänden.
Infusionskanüle
Große Schnitte sind nicht mehr nötig: Verödungsschaum, Stripping, Laserstrahl oder Radiowellen lassen kranke Venen verschwinden.
Sportschuhe schnüren
Bewegung, Abnehmen und öfter mal die Beine hochlegen – diese Maßnahmen helfen, eine Venenerkrankung zu vermeiden oder ihr Fortschreiten hinauszuzögern.
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Vorbeugen: Auf Trab kommen gegen Krampfadern

Krampfadern sind eine Volkskrankheit. Wer dazu neigt, wird früher oder später welche bekommen. Doch jeder kann selbst viel dafür tun, die Verschlimmerung des Krampfaderleidens abzubremsen oder nach einer Operation das erneute Auftreten von Krampfadern hinauszuzögern.

Im Überblick



Strammes Spazierengehen und Abnehmen

Ob Ihre Krampfadern gering ausgeprägt sind oder Sie unter schmerzhaften Stammvenenkrampfadern leiden: In jedem Fall lohnt es sich, im Alltag einige Verhaltensregeln zu beherzigen. Diese helfen grundsätzlich, die Beschwerden zu lindern. Zudem können sie ein eventuell erneutes Auftreten von Krampfadern hinauszögern.

Zu jeder Krampfadern-Therapie zählen folgende Verhaltensgrundsätze:

Laufen Sie so viel wie möglich in zügigem Tempo an der frischen Luft. Das fordert die Beinmuskeln, der Rückfluss des Blutes aus den Venen wird damit erleichtert. Legen Sie „Schreibtischpausen“ ein. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und heben Sie ein Bein gestreckt vom Boden ab. Wenn Sie nun zehnmal den Fuß nach oben und unten bewegen, wird die Venen-Muskelpumpe angeregt. Anschließend das Bein wechseln. Ganz wichtig: Schlagen Sie beim Sitzen nicht die Beine übereinander. Das erschwert den Blutrückfluss von den Beinen zum Herzen. Auch Kältereize straffen die Venen. Brausen Sie dafür Ihre Beine vom Fuß bis zum Oberschenkel mit kaltem Wasser ab. Ein idealer Sport für Venengeschädigte ist Schwimmen. Das Wasser wirkt wie eine Kompressionstherapie. In eher kühlem Wasser sind die Venen zusätzlich eng gestellt.

Das sollten Sie tun:
  • Legen Sie die Beine so oft wie möglich hoch. So kann das Blut leichter zum Herzen zurückfließen. Wenn Sie unter einem Schweregefühl in den Beinen leiden, legen Sie sich auf den Boden und halten Ihre Beine einige Minuten an der Wand hoch.
  • Erhöhen Sie nachts das Fußende Ihres Bettes um etwa 15 cm. Das Kopfende sollte waagerecht bleiben.
  • Wenn Sie langes Stehen und Sitzen im Beruf nicht verhindern können, machen Sie zwischendurch immer wieder Zehenstände, auch gelegentliches Umhergehen ist zu empfehlen. Ein Tipp für Büroarbeiter: Suchen Sie Ihren Kollegen in benachbarten Räumen persönlich auf, anstatt zu mailen oder anzurufen!
  • Tragen Sie bequeme, feste Schuhe mit flachen Absätzen. Schuhe mit hohen Absätzen behindern den Blutrückfluss in den Venen und verringern die Belastbarkeit der Beinmuskulatur.
  • Gehen Sie regelmäßig zum Arzt, lassen Sie auch Ihr Herz kontrollieren. Eine normale Herzfunktion ist wichtig für den venösen Rückfluss.
  • Sorgen Sie für normalen Stuhlgang, damit durch Verstopfung und das Pressen auf der Toilette nicht noch zusätzlicher Druck in den Beinvenen erzeugt wird. Das heißt: Ernähren Sie sich ballaststoffreich, trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich und bewegen Sie sich so oft wie möglich.
Das sollten Sie vermeiden
  • Bürstenmassagen – sie werden bei Krampfadern hin und wieder empfohlen, doch sie fördern Besenreiser.
  • Starke Hitzeeinwirkungen, z. B. Sonnenbäder und heiße Duschen oder Vollbäder. Sauna-Besuche sind erlaubt, vorausgesetzt, Sie übertreiben es nicht mit der Hitze und der Dauer und schließen jeden Gang mit einem kalten Guss ab.
  • Übergewicht: Jedes überflüssige Kilo lastet auf den Beinen und stört den venösen Blutabfluss.
  • Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen: Auf diese Weise werden die Blutgefäße abgeklemmt. Vermeiden Sie auch stundenlange Autofahrten: Im Sitzen werden die Kniekehlen- und Beckenvenen abgeknickt, was den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindert. Spätestens alle zwei Stunden sollten Sie beim Autofahren eine Pause einlegen und die Beine gründlich bewegen.

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Kompression unterstützt die Venenklappen

Kompressionsstrümpfe oder -strumpfhosen üben von außen Druck auf die Venen aus. Dadurch können die Venenklappen besser schließen und die Beschwerden in den Beinen nehmen ab. Hilfreich ist dies beispielsweise bei der Therapie von Krampfadern, nach Venenentzündungen oder Thrombosen, bei chronischen Venenerkrankungen, nach Krampfader-Operationen oder -verödungen und bei Lymphabflussstörungen sowie während der Schwangerschaft. Die Maße für Kompressionsstrümpfe werden morgens, am besten noch im Bett oder gleich nach dem Aufstehen genommen. Dann sind die Beine noch nicht angeschwollen.

Im Gegensatz zu medizinischen Kompressionsstrümpfen dienen Stützstrümpfe der Prophylaxe von Beinvenenerkrankungen. Stützstrümpfe bis zum Knie oder Oberschenkel oder Stützstrumpfhosen gibt es in vielen Farben. Langstreckenflieger, Menschen mit einem stehenden oder sitzenden Beruf oder erblich vorbelastete Menschen können mit diesen Strümpfen auf einfache Art vorbeugen. Es gibt übrigens auch Modelle für Männer.
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Die besten Sportarten für Ihre Venen

Sport ist auch bei Krampfadern zu empfehlen. Gerade Sportarten, die die Beinmuskeln beanspruchen, fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Auf der anderen Seite eignet sich Sport auch zur Vorbeugung von Krampfadern.

Besonders geeignete Sportarten:
  • Walken – das stramme Marschieren ist ideal für Menschen mit Krampfadern und lindert die Symptome langfristig.
  • Gymnastische Übungen
  • Wandern
  • Wanderungen am Meer im flachen Wasser
  • Radfahren – verbessert den venösen Abfluss. Wählen Sie für Radfahrten ebene Strecken, treten Sie mit den Fußballen auf die Pedale und halten Sie den Oberkörper aufrecht, um Venenstauungen im Becken- und Hüftbereich zu vermeiden.
  • Skilanglauf
  • Tanzen, vor allem Standardtänze wie Walzer, Tango, Foxtrott oder auch andere Tänze, bei denen Sprünge und andere akrobatische Einlagen nicht vorgesehen sind.
Ungeeignete Sportarten

Verzichten sollten Sie hingegen auf alle Sportarten, die das Venensystem zu sehr belasten oder bei denen es leicht zu Verletzungen kommen kann. Dazu zählen:
  • Fußball und Handball. Das Unfallrisiko ist hoch, bereits leichtere Verletzungen wie Prellungen oder Stauchungen können zu Venenentzündungen und Thrombosen führen
  • rasante Formen des Skilaufs (Slalom, Abfahrt), bei denen erheblicher Druck auf die Beinvenen ausgeübt wird
  • Sportarten, die mit langem Sitzen verbunden sind, wie Kanufahren oder Autosport, weil durch die abgeknickten und angewinkelten Beine der Venenrückfluss behindert wird.
  • Gewichtheben, da dadurch große Drücke im Bauchraum aufgebaut werden, was den venösen Abstrom aus den Beinvenen behindert.

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Venengymnastik gegen Krampfadern

Alle Gymnastikübungen, bei denen die Muskelpumpe der Beine betätigt wird, können helfen, Krampfadern vorzubeugen oder zu verbessern. Eine der besten Übungen ist der Zehenstand. Im Grunde können Sie diese Übung überall ausführen: beim Zähneputzen, während sie in der Kinoschlange oder an der Bushaltestelle warten und sogar vor dem Fernseher.

Der Zehenstand

Im Idealfall praktizieren Sie den Zehenstand aber gleich morgens nach dem Aufstehen und nehmen die Arme dazu seitlich hoch. Achten Sie auf die richtige Atmung, denn sie fördert den Rückfluss des Blutes aus den Venen: Atmen Sie ruhig durch die Nase ein, während Sie die Arme nach oben strecken und sich auf die Zehenspitzen stellen, atmen Sie langsam aus, wenn Sie die Arme wieder runter-nehmen und sich auf den ganzen Fuß stellen.

Spezielle Venengymnastik

Spezielle Venengymnastik fördert den venösen Blutfluss, kräftigt Venen und Muskulatur. Sie gehen über die Zehenstände hinaus, die so etwas wie eine Basisübung gegen Krampfadern darstellen. Wichtig ist allerdings, täglich zu trainieren – selbst, wenn es jedesmal nur zehn Minuten sind.

Venengymnastik-Übungen
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Adressen und Links zum Thema Krampfadern

  • Hauptgeschäftsstelle Deutsche Venen-Liga e.V.
    Sonnenstraße 6
    56864 Bad Bertrich
    Tel.: 0 26 74/14 48
    Fax: 0 26 74/91 01 15
    E-Mail: info@venenliga.de
    Internet: http://www.venenliga.de/
  • Geschäftsstelle West
    Heiligenstraße 90
    40721 Hilden
    Tel.: 0 21 03/24 26 91
    Fax: 0 21 03/24 14 13
    E-Mail: info-west@venenliga.de
  • Geschäftsstelle Mitte
    Hofgartenstraße 6
    63739 Aschaffenburg
    Tel.: 0 60 21/30 31 90
    Fax: 0 60 21/30 31 90
    E-Mail: info-mitte@venenliga.de
  • Geschäftsstelle Süd
    Abtsee 33
    83410 Laufen
    Tel.: 0 86 82/75 31
    Fax: 0 86 82/91 71 10
    E-Mail: info-sued@venenliga.de
  • Geschäftsstelle Südwest
    Postfach 10 04 10
    78404 Konstanz
    Tel.: 07531/455025
    Fax: 07531/455057
    E-Mail: info-suedwest@venenliga.de
  • Geschäftsstelle Nord
    St. Jürgen-Ring 66
    23564 Lübeck
    Tel.: 0 451/50 27 215
    Fax: 0 451/50 27 219
    E-Mail: info-nord@venenliga.de

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Spaziergang mit Hund
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Regelmäßige Bewegung unterstützt die Arbeit der Venen. Allerdings reicht langsames Schlendern nicht aus, strammes Spazierengehen ist effektiver.
Beine hochlegen auf dem Sofa
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Ab und zu die Beine hochlegen – das erleichtert den Blutrückfluss zum Herzen.
Frau am Schwimmbecken
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Schwimmen ist besonders gut für die Venen. Neben der Wadenmuskulatur übt das Wasser zusätzlich Druck auf die Venen aus. Der Blutrückfluss zum Herzen wird erleichtert.
Service Rating Zertifikat: Sehr gut